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Leben

Wenn ich mir was wünschen sollte

Wenn ich mir was wünschen sollte,
etwas, das mir Freude macht,
ich schon immer haben wollte,
immer schon daran gedacht,

müsst’ ich erst mal überlegen,
ein, zwei Stunden oder zehn,
im Kreise würd’ ich mich bewegen
und lange aus dem Fenster sehn.

Denn was ist gut auf lange Sicht
und nicht nur eitler Zeitvertreib?
Was wünschenswert ist und was nicht,
zeigt erst die Zeit: Was geht? Was bleibt?

Drum wünsch ich mir nichts außer dem,
wovon ein jeder gleich viel hat:
Ich wünsch mir Zeit – ganz viel – mit denen,
die gut tun, wenn man’s nötig hat.

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early tapes Musik

A Story, a Reason

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early tapes featured Musik

Rain

Wenn Regen Musik wäre, dann würde sich das vielleicht so anhören. Vielen Dank an Marcello Bornetti, der bei diesem Song den Bass gespielt hat; das war eine sehr angenehme, relaxte Session hier in der Chillerstadt!

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Film Musik

Hofgeschichten – Musik zum Film

Ein Dorf nicht weit von Stuttgart, seine Geschichte und seine Geschichten aus 250 Jahren: Zum Jubiläum dieser kleinen Gemeinde, die sich als Gemeinschaft versteht, haben Sven Kucher, Stefan Morgenstern, Mark Lohrmann und Tobias Kurzweg einen Film gedreht, der daran erinnert, dass es nicht immer schneller, größer, lauter sein muss – manchmal darf es auch ruhiger, kleiner und persönlicher sein. Zu diesem Film habe ich die Musik beigetragen, hier ein kurzer Ausschnitt:

Hier kommt übrigens zum ersten Mal mein Bandoneon ins Spiel, ein wunderbares, aber äußerst schwieriges Instrument, für mich absolutes Neuland … aber das ist eine andere Geschichte.

UPDATE: Und diese Geschichte hat Norman jetzt in sein Blog geschrieben:
Mein Grossvater vaeterlicherseits hat in fruehen Jahren gerne und oft Bandoneon gespielt. Doch irgendwann wanderte dieses mittlerweile historische Instrument erst auf den Dachboden und spaeter in den Keller, wo es ueber Jahrzehnte gelegen hat … weiterlesen bei NormCast.de

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early tapes Musik

Hofgeschichten

Die Musik zu einem Film über ein Dorf nicht weit von Stuttgart, mehr darüber im Blog.

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Foto

Bäääh.

Jawohl: Bäääh, nicht Määäh. Ich hab ganz genau hingehört.

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Leben

Der abgeschlossene Roman (4)

„Sie! Ja so wie Sie sich das vorstellen, geht das aber nicht!“ Ich hatte es schon wieder getan. Die leeren Flaschen in der Küche eingesammelt, gedankenlos in einen Korb gelegt, um diesen dann wenig später der zuständigen Leergetränkeflaschen-Fachmitarbeiterin zu präsentieren; in der Hoffnung, nach erfolgter Inaugenscheinnahme dafür den ein oder anderen Euro Pfand zurückzubekommen. Und bin natürlich wieder voll ins Messer gelaufen: Im Korb befanden sich neben dem pfandwerten Leergut drei pfandfreie Plastikflaschen, die ich von unterwegs mitgebracht hatte, aus möglicherweise zweifelhaft beleumundeten Discountsupermärkten fernab der Heimat.

Ich habe eine leise Ahnung, was hier gleich auf mich zukommt, so sicher, so unausweichlich, als würde ich gerade aus einiger Entfernung beobachten, wie ein Glas zu Boden fällt – es wird zerschmettern und ich kann nichts dagegen tun; genauso wird es mir gleich ergehen. So sehe ich mir selbst dabei zu, wie sich ein Drama shakespearescher Dimensionen anbahnt, es kommt auf mich zu, langsam wie ein eiskalter, feuchter Luftzug, der den Nacken hochkriecht, der zunächst frösteln, dann erschaudern lässt. Ich sehe, wie sich das Rote in den Augen meines Gegenübers Platz verschafft, pulsierend breiten sich die Äderchen über die Augäpfel aus, als würden sie brennen, diese Augen, denen keine meiner Bewegungen entgeht, seit ich die Getränkeabteilung vor gefühlt sechs Stunden betreten habe. Sie holt Luft, lädt durch und ich zieh mich warm an.

Ich fühle mich schlecht, ich bin ein Schwein. Schon wieder falsch gemacht, wofür ich vor gar nicht langer Zeit schon einmal gemaßregelt wurde, damals gerade noch so mit Bewährung davon kam und wofür ich mich nun – völlig zu Recht – demütigen lasse. Beim ersten Mal habe ich mich noch zaghaft gewehrt, ein ebenso hilfloses wie aufrichtiges „Oh, ich wusste nicht …“ gestammelt, nur um damit Anlauf zu nehmen für eine First-Class-Entschuldigung mit Leinenbändchen und Goldschnitt. Doch – damals wie heute – kam es dazu nicht. „Die hier“, sagt sie und hält mir eine der betreffenden drei vor die Nase, „die können Sie zuhause in Ihren Hausmüll werfen! Und die! UND DIE!“

Aber heute gebe ich nicht so schnell auf, denn ich bin ein Kämpfer, ein Löwe und habe dem Tod schon an anderer Stelle ins Auge gesehen. Also nehme ich allen Mut zusammen, versuche ein zaghaftes Lächeln und setze auf Diplomatie – auf offenem Feld kann ich diese Schlacht ohnehin nicht gewinnen, obwohl mir das Gelände heute gewogen wäre: Ich bin allein an der Getränkekasse, Auge in Auge mit der letzten Instanz. Und darf so immerhin heute die drei Fremdkörper im supermarkteigenen Müll endlagern.

Den Krieg habe ich verloren, ja, den kann ich nicht gewinnen, aber immerhin diese eine Schlacht gewonnen. Fühle mich leer, aber gut.

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Design

Der Schwätzer



Gezeichnet irgendwann 2002, eben wiedergefunden; aber was er sagt, hab ich vergessen. Bestimmt kamen viele englische Fachausdrücke darin vor und leise war’s ganz sicher auch nicht. Aber ganz wichtig, normbrechend und relevant. Dochdoch. Vielleicht hatte es mit SEO zu tun, obwohl … das war damals noch nicht sooo das Thema.

Möglicherweise aber auch mit vertikaler Applikationsintegration, kennen Sie das?, und morgen dann der IPO. Nee, das war ja damals schon durch, das mit dem IPO.

Vielleicht ging es aber auch nur um einen Gebrauchtwagen. Hab ich vergessen.

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Foto Leben

Die Kapelle

Man darf ihr nicht zu nahe kommen, das Betreten der Insel ist nur den ortsansässigen Vögeln gestattet. Im Sommer kann man sie aus der Nähe sehen, wenn man leise mit dem Ruderboot um sie herum fährt. Jetzt, im Winter, knirscht man zu Fuß durch den gefrorenen Schnee am See entlang. Sie wirkt dann nicht weniger geheimnisvoll als von weitem, von der Terrasse des Schlosses aus gesehen.

Sie stand da nicht schon immer und echtgotisch ist sie auch nicht, lediglich neu-. Genau genommen ist gar nichts echt an dieser Szenerie: die Inseln ebensowenig wie die Kapelle, die erst Anfang des 19. Jahrhunderts nach Monrepos umgezogen ist. Und leicht hat sie es sicher auch nie gehabt: aufgewachsen nur im Maßstab 1:4 gegenüber dem gotischen Original und dann auch noch eine Bombe 1944.

Aber sie hat Stil. Zu jeder Tages- und in jeder Jahreszeit steht sie stolz und erhaben auf ihrer Insel und tut so, als hätte sie ein Geheimnis, die kleine Kathedrale. Und dieses Geheimnis wird sie auch dann noch hüten, wenn sich unsereins bereits das Gras von unten ansieht. Sie hält uns auf Distanz: gucken ja, aber nicht anfassen!, umrahmt und bewacht von der Natur. Wenn man respektiert, dass hier Enten und Schwäne Herr im Haus sind, wird man geduldet. Und darf ein paar Stunden an diesem Ort verbringen.

Nur nicht zu nahe kommen, sagte ich ja bereits.

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Musik

Offshore MoselVice

Niemals zuvor hatte Sonny erlebt, dass ihm jemand dermaßen den Schneid abkaufte, und das auch noch in seinem Revier, unerhört. Mit Mühe und Not konnte er sich an den Rudern seines 600 PS Innenborders festhalten, während Ricardo mit seiner rechten Schulter gerade noch geistesgegenwärtig den Unterkiefer zuklappen konnte. Aber das musste man ihr lassen: Die Nikolausin hatte an diesem Tag im Dezember nicht nur die schönere Haltung, das schnellere Boot und die Aufmerksamkeit der 3roberts auf ihrer Seite, sondern auch die bessere Musik an Bord. Und darauf kommt es schließlich an: