M. (2)

Notiz vom 3. November 2008 in Leben | 1 Kommentar

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Letzten Samstag war ich wieder an Deinem Grab. Es war Allerheiligen und natürlich war auf dem Friedhof fast so viel los wie beim Lukasmarkt. Ich hatte gedacht, dass ich mittlerweile einigermaßen darauf vorbereitet bin. Bin ich nicht. In dem Moment, als ich vor dem Grab stand, musste ich mir sehr viel Mühe geben, nicht ganz laut SCHEISSE zu schreien, und „Warum Du?“
Ich kann es immer noch nicht fassen, da stimmt was nicht, ich hab das so nicht bestellt und das darf so nicht sein. Dass Du da unten in der Erde liegst – für immer – ist jenseits von allem, was ich mir vorstellen kann (und ich kann mir eine Menge vorstellen).
Aber zwischen all den fein und liebevoll herausgeputzten Gräbern – schließlich war Allerheiligen – war Dein Grab doch ein ganz Besonderes: Es hat geleuchtet. All die Blumen, all die Kerzen, all die Zeichen von Menschen, die an Dich denken.
Und ich bin sicher: Dein Grab würde auch ohne all die Kerzen im Dunkeln leuchten.



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1 Kommentar

  1. Ralf
    4. November 2008

    … Ganz bestimmt, denn das Licht der Liebe ist stärker als die Schatten des Todes.

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