Der Meister

Notiz vom 12. Februar 2007 in Film, Musik | 4 Kommentare

patm
Es gibt mindestens drei zwingende Gründe, Pat Metheny großartig zu finden:
– die quergestreiften Shirts,
– die Frisur,
– seine Art, Gitarre zu spielen.
Ich habe ihn zum ersten Mal 1985 live gehört, das war die Zeit, als David Bowie gerade mit einer Gesangsversion von „This is not America“ in den Charts unterwegs war. Der Song stammt aus Methenys Filmmusik zu „The Falcon and the Snowman“; der Film ist wirklich sehenswert, die Musik dazu ist für mich nach wie vor einer der besten Soundtracks, die ich kenne.

Was ich bei keinem anderen Musiker so empfinde wie bei ihm ist seine Art, in einem Solo eine ganze Geschichte zu erzählen. Und es gibt keinen anderen Musiker, dessen Stil mich nachhaltig so beeindruckt und so beeinflusst hat wie er – dabei kann ich doch noch nicht mal Gitarre spielen!

Das alles wäre ja schon mehr als genug. Wenn man aber dann noch erlebt, mit welcher Hingabe er in einen Song eintaucht, wie er völlig darin aufgeht, wie der ganze Körper und vor allem das ganze Gesicht jeden einzelnen Ton mitspielen, das ist wirklich fantastisch.

Pat Metheny – Have You Heard (Solo):

Pat Metheny (solo) – Message To A Friend:

The Pat Metheny Group – Close To Home (1982):
»KLICK« (mit einem wunderschönen Piano-Solo von Lyle Mays)

Pat Metheny 2004 Acoustic Solo:
»KLICK«

PS: Viele Grüße an Volker, der 1985 auch dort war. 🙂



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4 Kommentare

  1. Volker
    7. März 2007

    …und da auch unbedingt wieder hin muß wenn der MEISTER aller Klassen in erreichbarer Nähe spielt. Interessanter Weise kenn ich außer dem genannten „Stück“ die restliche Filmmusik zu „Falcon and the snowman“ gar nicht. Meine Initialzündung zu Pat war aber nicht „This is not America“ sondern eine Auskopplung von dem (späteren) Album „Travels“, und zwar war es, meine ich mich zu erinnern, „San Lorenzo“.
    Ein Freund von mir (Ansgar, der auch so ein 40er Familienvater ist und sich täglich im Hinterzimmer heimlich an seinem Keyboard austobt) hatte durch seinen audiophilen Vater eine Reihe von Schallplatten erhalten, genannt „Highlights“, die jährlich mit diversen Referenzeinspielungen erschienen. Und auf der nämlichen war neben dem MEISTER und anderen noch ein Stück mit Jaco Pastorius und, festhalten !, ein Lied von Grobschnitt. Wenn ich das mal alles richtig erinnere…

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  2. Volker
    6. Dezember 2007

    …und noch einmal der Meister: ich höre gerade eine CD namens NOA von der israelitischen/israelischen(?) Sängerin Noa. In der begleitenden Combo spielen unter anderen alte Bekannte wie Lyle Mays und Steve Rodby.
    Und wer hat diese Scheibe produziert ? Richtig, der Meister.
    Markus, kanntest Du diese Platte, und wenn ja, warum bekam ich keinen Tip ?

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  3. markus
    6. Dezember 2007

    Na sowas!? Kenn ich gar nicht.
    Hab grad mal kurz gegoogelt: fein! Hätte ich dir ganz bestimmt von erzählt, wenn ich sie gekannt hätte. Versprochen!

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  4. One Quiet Night | Chillerstadt-Blog
    26. Februar 2009

    […] gewordenen Geschichten zurückziehen will, wie sie eben nur Pat Metheny erzählt (habe ich auch hier schon mal kurz erwähnt). Licht aus, Musik an, […]

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