Stille

Notiz vom 31. Dezember 2007 in Leben | 1 Kommentar

stille-gr
Ich mag diese Momente der Stille. Wenn der Tag Platz für die Dunkelheit gemacht hat, wenn das Haus schläft und auf der Straße nur noch ein paar Übriggebliebene unterwegs sind; von hier sieht es so aus, als wären sie sich dessen bewusst: die Fußgänger, mit eingezogenem Kopf und ziemlich schnellem Schritt und die paar Autos, die doch schon längst zuhause sein wollten.

Wenn die Stadt nicht mehr bunt sondern schwarzweiß ist, wo der Lichtkegel einer Straßenlaterne nicht nur „hell“, sondern auch „Farbe“ macht. Wenn jeder Schatten nicht nur dunkel, sondern auch ein bisschen geheimnisvoll ist.

Wenn das einzige Geräusch das leise Rauschen in der Heizung ist und vielleicht ein Rauschen in den Ohren, die sich erst mal an dieses Nichts von Geräusch gewöhnen müssen. Wenn man seinen Pulsschlag hört.

Wenn keine Musik mehr läuft und schon gar kein Fernseher, wenn man genug gelesen und dann irgendwann nur noch seine eigene Gesellschaft hat.

Gute Nacht.



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1 Kommentar

  1. Über die Lust, zu spät ins Bett zu gehen | Chillerstadt-Blog
    22. Februar 2010

    […] ich die Nacht mag, hab ich ja hier schon mal kurz erwähnt. Dass der Morgen danach meistens so früh und immer so zwangsläufig kommt, […]

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