Foto: Jenny @ The Bliss

Der Blick auf den Kalender oder in den Ausweis spricht eine klare Sprache: Das Klavierspielen begleitet mich schon seit über 30 Jahren. Und ich möchte nicht darauf verzichten. Ich habe auch das ganze Programm mitgemacht: klassischer Klavierunterricht, Harmonielehre, wie sich das gehört.

So ein Klavier ist zwar auf den ersten Blick nicht so sexy wie eine E-Gitarre, auf den zweiten Blick aber ein ganzes Orchester: Wenn man auf den Tasten zuhause ist, gehört einem die Welt. Na gut, zumindest die Welt, die man daraus entstehen lässt. Vor einigen Jahren kam dann noch der Bass dazu; der ist immerhin fast so sexy wie die Gitarre.

Irgendwann war es dann Zeit, sich von den Noten, die andere geschrieben hatten, zu lösen. Und das ging am besten im Jazz. Sich an einem Thema zu orientieren, dieses dann zu verlassen und seine eigene Interpretation zu finden, ist der Weg, den ich auch heute immer noch gehe, heute allerdings mit eigenen Songs.

Die Entwicklung der letzten Jahre im Bereich Musiksoftware auf der einen Seite und dem Internet auf der anderen hat da für mich perfekt gepasst: Sie ermöglicht mir, unabhängig von Zeit und Ort mit anderen Leuten gemeinsam Musik zu machen.

Ich habe im Laufe der Jahre in vielen Bands gespielt, live, mit stinkenden Proberäumen, schwitzen auf der Bühne, Flightcase-schleppen mitten in der Nacht und allem, was dazu gehört: Das ist super! Auf dieses Live-Erlebnis verzichtet man im Studio. Aber man gewinnt so viel an musikalischen Möglichkeiten dazu, dass es sich dennoch lohnt. Es ist eine andere Disziplin, eine eigene Welt.

Checking my calendar or passport reveals the truth – The Piano has been my companion for over thirty years. And I wouldn’t want it any other way. I took the usual path: Classical piano lessons, Harmony Studies etc. – just as you would expect.

Admittedly, at first sight a piano doesn’t carry the “sexy” label attached to, say, the E-Guitar but on second thoughts, it’s more like an entire orchestra. When you know how to use the keys the world is yours. Well, ok, at least the world you can create. A few years back I added the Bass-Guitar and, let’s be honest here, that is almost as sexy as the E-Guitar!

At some stage it was time to leave the notes others produced behind. And that worked best for me within Jazz. My choice to get comfortable with my music by playing established work has stood me in good stead. But I have long since left my comfort zone and am now writing my own material.

The developments in the music-software area as well as the possibilities offered by using the Internet have given me great opportunities: Making music with other people, independant of time and place, is the perfect fit for me.

However, playing live gigs with different bands over a number of years has given me a well-rounded experience: practice sessions in smelly backrooms, dragging Flight-cases around in the dead of night, you name it, I’ve done it. But that differentiates Live performance from Studio work – I wouldn’t want to miss it! The gains are invaluable and add to the repertoire. It’s just a different discipline, a separate world.